Polaritätenprofile 2008 und 2012 in den Bereichen Wohnwelten, Automobile, Prête-A-Porter und Sportswear

Prof. Axel Venn | Zukunft und Trends

Die Untersuchung, an der sich die 30 Teilnehmer des Workshops „Trendscouting – Schnellkurs für den Colourscout“ beteiligten, zeigt, wie das Jahr 2008 bis Ende Oktober verlief, und was wir vom Jahre 2012 erwarten können.
Polaritätenprofil Wohnwelten 2008-2012
Die Bilanz 2008 war im Großen und Ganzen mittig geprägt, nur selten standen individuelle oder statusorientierte oder futuristisch anmutende Bedürfnisse im Vordergrund.
Teils/teils-Quoten zwischen “niedlich” vs. “elegant”, “schlicht” vs. “komfortabel” oder “puristisch” vs. “dekoriert” waren “die Renner”. – Die Optionen in die Zukunft zeigten dagegen extremere Leidenschaften auf - bis auf die Ausnahme: Automobil.
Es sind individuelle, sehr persönliche Ausprägungen in einigen Produktportefeuilles gefragter als 2008: Das “Niedliche” wird vom “Eleganten” 2012 ersetzt (Sportswear), so wie “dunkle” durch “helle” Sportbekleidung ersetzt wird. Das “Futuristische” schlägt das “Traditionelle” (beim Automobil). Am meisten ändert sich bei unseren Wohnwünschen: Das “Beliebige” ist “Out” und das “Individuelle” “In”; ebenso gewinnt “Authentizität” vor “Adaption” an Gewicht, genauso wie das “Weltläufige” vor dem “Folkloristischen”.
Polaritätenprofil alle Branchen 2008
Bemerkenswert ist, dass in dieser Vorausschau Veränderungsbereitschaften am prägnantesten im Bereich der Wohnwelten prognostiziert werden. Im Vergleich zur “Prête-A-Porter” Matrix, die bis auf eine kleine Ausnahme (”glanzlos” vs. “glamourös”) auf der Stelle tritt, ist die größere Wagnis- und Veränderungsbereitschaft bei den Wohnwelten auszumachen. So wird die zunehmende “Individualisierung”, “Großzügigkeit”, “Authentizität” und “Weltläufigkeit” des Wohnens an enormer Bedeutung gewinnen.
Die Mode verliert als Trendsetter rapide an Ansehen und Gewicht, da sie auf Markenkonformität (Wiedererkennbarkeit) spezialisiert zu sein scheint und nicht auf persönlichkeitsunterstützende Inhalte.
Die Trendscouts des Workshops stellen dies ebenfalls bei der Entwicklung von Automobilen fest. So sind u.a. kaum Veränderungen von individuellen Eigenschaften zu erkennen im Gegensatz zu “futuristischen”, also eher “technoiden” Werten.

Menschen machen Trends. Ihre Wünsche sind die Schwungräder für neue Entwicklungen. Trends generieren Warenwelten in Substanz, Aussehen, Farbe, Oberfläche, Anmutung, Qualität und Attraktivität. Die Summe aller Obsessionsbezüge ist der wirklichkeitsnahe Schlüssel eines Produkterfolgs.

Die Untersuchung: Polaritätenprofile als Powerpointpräsentation zum Download

Zum Teil Farben des Einrichtens des Workshops

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Beitrag vom 28. November 2008