Farbmarketing und Trendforschung (Podiumsdiskussion)
Prof. Axel Venn | Axel Venn, Vortragskalender
| 24. Oktober 2008 | ||
| 15:20 | bis | 15:50 |
Eine Podiumsdiskussion anläßlich der Internationalen Farbtagung vom 24. bis zum 25. Oktober 2008 im Deutschen Architekturzentrum Berlin
Podiumsteilnehmer:
Prof. Axel Venn “Farbsemantisch - semiotische Profile, Deutungs- und Erklärungsversuche”
Prof. Dr. Christoph Häberle “Strategisches Farbdesign”
Gisela Braune (Architektin Dresden) “Die Kunst des persönlichen Stils”
Anläßlich der “Internatinalen Farbtagung vom 24. bis zum 25. Oktober 2008 im Deutschen Architekturzentrum Berlin”.
“Allgemeinverständlich, kompetent und aktuell informiert die Tagung über den Kenntnisstand in den relevanten Wissensbereichen der Farbe. Im Rahmen von Übersichts- und Vertiefungsvorträgen, sowie Workshops und fachübergreifenden Diskussionen soll den Teilnehmern ein Einblick in das gesamte Wissensspektrum der Farbe vermittelt werden.” Insgesamt gibt es 13 Vorträge bzw. Podiumsdiskussionen und 3 Workshopangebote. (siehe Tagungsprogramm)
Veranstalter: Deutsches Farbenzentrum e.V.
Tagungsort: DAZ Deutsches Architektur Zentrum
Anmeldung: www.deutsches-farbenzentrum.de
Tagungsprogramm: Programm auf www.deutsches-farbenzentrum.de
Einige Punkte des Vortrags
Was wie „schön“ oder „hässlich“, „sympathisch“ oder „unsympathisch“ aussieht, folgt einer komplexen Erkenntnisschöpfung aus individueller Anlage, anekdotischem Erfahrungswissen und kollektiver Prägung. Was wir beispielsweise als „hübsch“ bezeichnen, ist das Ergebnis eines sehr differenzierten Wahrnehmungsspektrums.
Unsere Vorstellungswelt beruht in großen Teilen auf reminiszenten Vorlagen. Nicht nur Wissensanreicherung hat ihre anekdotischen Wurzeln, sondern auch ein Teil unserer Empfindungs- und Gefühlswelt beruht auf pragmatischen Einsichten und Erlebnisgehalten.
– Die Erinnerungsreste an „aufwändig“, z. B. einer pompösen Tischdekoration oder an „unbezahlbar“, z. B. ein sündhaft teureres Haute Couture Modellkleid, prägen unsere Vorstellungen von dem, was „wie unbezahlbar“ oder „aufwändig“ aussieht.
Der Vortrag legt die semantischen Bedeutungen von Begriffen und ihre semiotischen Analogien offen. Die Verständigungsmittel sind vielfältiger, als sie bei oberflächlicher Betrachtung scheinen. Das gesprochene und geschriebene Wort vermag häufig nicht mehr als eine vage Definition von dem zu vermitteln, was uns wichtig erscheint.
Eine gut einjährige intensive Feldforschungsarbeit und eine folgende recht komplexe wissenschaftliche Ausarbeitung sollen darstellen, welche kollektiven, bzw. individuellen Meinungsbilder formal-ästhetische und farb-bezogene Bilder provozieren. Es interessiert das semantisch-semiotische Profil, die Eindeutigkeit der Abgrenzung von einem Begriff zum anderen und die quantitativen Farb- und Form-Zuordnungen. Die Absicht ist festzustellen wie grau „funktional“, wie grün „natürlich“ und wie rot „süß“ ist.
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Beitrag vom 28. Juni 2008


VENN FARBWÖRTERBUCH