Kolossal minimal - Axel Venn im Gespräch mit Zuhause³

Rubrik: Axel Venn, Farbgestaltung

zuhause axel vennMaximaler Wohngenuss in minimaler Architektur
und Einrichtung? Farb- und Stilprofessor Axel Venn
packt das Warndreieck aus.

Prof Venn, der berühmte Architekt Mies van der Rohe mochte eine auf die Quintessenz ausgerichtete Architektur. Er sah in ihr erfüllte Sehnsucht nach Einfachheit und war überzeugt: Zwang zur Einfachheit bedeutet keine kulturelle Armut. Sind Sie auch Anhänger des Minimalismus beim Bauen und Wohnen?

Axel Venn: Nein, ich mag und vertrage ihn offen gestanden nicht. Ich finde minimalistisch aufgezogene Häuser und Räume wenig anregend. Ein Mensch, der nur schweigt und nicht grimassiert, bleibt für mich uninspirierend. Ich kann dieser Ästhetik der Kargheit nichts abgewinnen. Sie versetzt uns in die Unbehaustheit mittelalterlicher Gebäude.
axel_vennHaben Sie keinerlei Verständnis dafür, dass Menschen, die im öffentlichen Raum tagein tagaus Reizüberflutung ausgesetzt sind, daheim klare, ruhige Linien wünschen und solch “architektonisches Schweigen” mögen?

Axel Venn: Mein Herz ist voller Verständnis für vielerlei. Das ist nicht mein Problem. Ich glaube aber, dass Menschen, die ihr Zuhause demonstrativ auf Minimalismus trimmen, nicht nur - zum Beispiel - Platz für Bücher und Bilder verlieren. Sie haben Angst davor zu zeigen, wer sie sind. Sie verordnen sich eine graumäusige Unfarbigkeit, die die Welt nicht nimmt, wie sie ist, sondern in graues, ach so dezentes Flanell steckt.

Hier der gesamte Artiekl aus der Zuhause³

Stehen Sie auch auf Kitsch? Interview mit Axel Venn

Rubrik: Farbgestaltung

venn_wohnen3b2 Axel Venn findet,
dass es höchste
Zeit ist, sich dieses
Themas anzunehmen.
Er streicht wie nach einem guten
Essen mit der Hand über Professoren-Brust
und -Bauch, greift nach seinem Tee und bekennt:
_______________
_______________

„Es gibt ja Kitsch, der fürchterlich ist.
Aber es gibt auch welchen, der uns am Herzen
liegt. Kitsch ist kein Zufall, sondern Notwendigkeit.
Ich habe oft erlebt, dass Menschen, die
keinen Kitsch mögen, auch keine Kunst
lieben.“

Der Artikel stammt aus: mein schönes zuhause3 vom 10 Februar/März 2011
Hier geht es zum ganzen Artikel: Stehen Sie auf Kitsch?
Hier geht es zur Zeitschrift: mein schönes zuhause3

Kreativseminar - die farbigen Ergebnisse - Netto Gruppe

Rubrik: Farbgestaltung

folie6 Workshop und Kreativ-Seminar
vom 18. Okt. 2010-10-26

Drei verschiedene Matrizen standen den Teilnehmern zur Verfügung: „Temperament-Charakteristik“, „Wertanmutung“ und „Designhaltung“.

Jede Matrix besitzt ein auf das Thema abgestimmtes Profil, das von Polaritäten bestimmt wird. – Die Teilnehmer werden aufgefordert, ihre Farbmeinungen, die sich aus der Anlage der Matrix ergibt, in dynamisches Farbhandeln umzusetzen. – folie7Die Ergebnisse ihrer eigenständigen Arbeit können mit der dazu geschaffenen Folie abgefragt und als mögliches Arbeitsmodell genutzt werden.
DOWNLOAD: nettogruppe_praesentation : EFFEKTE NUR IM VOLLBILDMODUS SICHTBAR: TASTE: F5

Die richtige Farbe zu Füßen legen. Artikel in der Boden Wand Decke, Sonderteil Health & Care

Rubrik: Farbgestaltung

Oft umgeben wir uns mit Grau, Schwarz und Beigetönen und wundern uns dann, wenn die Stimmung darunter leidet.
Dabei haben Farben einen direkten Einfluss auf uns – ob wir es merken oder nicht
.

axel-vennFarben lösen Gefühle aus. Dass es zwischen Emotionen und Farbtönen einen Zusammenhang gibt, weiß auch der Volksmund: Einer ärgert sich rot vor Wut oder wird gelb vor Neid. Wie stark der Einfluss von Farben auf unser Wohlbefinden ist, kann jeder an sich selbst beobachten, der an einem grauen, verregneten Tag aus dem Fenster schaut: Schon wirkt die Umgebung trist, kalt und unwirtlich – farblos eben. Da hilft besonders gut, sich den letzten Urlaub vors innere Auge zu holen:
strahlend türkisblaues Meer, das satte Braungold der Bucht, von tiefgrünen Pinienbäumen durchbrochen. Und schon atmet die Seele auf. Wer sich der Wirkung von Farben bewusst ist, kann sich diese auch im Innenbereich zunutze machen – dazu gehört die Wandgestaltung ebenso selbstverständlich wie die Farbe des Fußbodens.
Auf was man bei der Gestaltung besonders achten sollte, weiß Axel Venn, Professor für Farbgestaltung und Trendscouting. Der Experte ist überzeugt, dass in Bauten des Gesundheitswesens die eingesetzten Farben eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden und die erfolgreiche Genesung spielen….

Der Artikel stammt von Elisabeth Göpel

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Farben für umweltbewusstes Design (Interview mit Prof. Axel Venn in upside 2010)

Rubrik: Farbgestaltung

upside_150_farbe_Umwelt_VennDie Farben für umweltbewusstes
Design sind derzeit so bunt wie
der Farbenkreis. Aber wissen wir
wirklich wie Nachhaltigkeit aussieht? Ein
Experte für Farbdesign gibt Auskunft.

Herr Professor Venn, im Design dreht sich
alles um den Begriff Nachhaltigkeit. Was
ist für Sie nachhaltig?

Axel Venn: Mozart! Wenn ich über den
Begriff Nachhaltigkeit philosophiere,
versuche ich immer, diesen Begriff von
der Reduktionsidee zu befreien. Das
heißt, dass nicht jedes Spülsystem der
Toiletten nachhaltig ist, auch wenn es
uns hilft, weniger Wasser zu verbrauchen.
Auch der Wasserstrahl, der mit
Perlator nur die Hälfte des Wassers
abgibt, ist nicht unbedingt nachhaltig.
Seine Funktion erleichtert nur unser
schlechtes Gewissen. Wir denken zu
gern, dass sich der Begriff Nachhaltigkeit
selbstverständlich in Reduktion kulminiert.
Das stimmt aber nicht. Genau
das Gegenteil ist der Fall. Es ist doch viel
mehr die Ausdehnung, also ein Mehr an
Ursprünglichem! Oder anders gesagt:
Wenn Großartiges reichhaltig vorhanden
ist. Und so denke ich immer an
Mozart.

Können Sie das genauer erläutern?
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Die Farbe Schwarz - Ein Interview zwischen Uptown und Axel Venn

Rubrik: Farbgestaltung, In der Presse

upside_titel_axel_venn_150Nachtschwarz, Schattenschwarz,
Lackschwarz…

Oft führt die Gestaltung
zur Kreation mit
der Farbe Schwarz.

Herr Professor Venn, warum lieben Designer
die Farbe Schwarz so sehr?

Axel Venn: Das überlege ich auch immer.
Mittlerweile glaube ich, dass
viele Designer Angst vor Farben
haben, weil sie um deren Emotionalität
wissen. Es gibt nämlich keine
sachliche Begründung für Farbigkeit
und es wird sehr kompliziert,
es funktionalistisch zu erklären – also
nutzt man Schwarz, um sich bequem
und angenehm zu verstecken
und um Fehler zu vermeiden.
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Die Diktatur der Räume - Stell die Farbe mal etwas lauter (Artikel in Mein Schönes Zuhause 2010)

Rubrik: Farbgestaltung, In der Presse

mein_schoenes_zuhause_titel150Auszüge aus dem Artikel [mein schönes zuhause Juni/Juli 2010 von Reiner Oschmann]

Fargen an Prof. Axel Venn
Was ist derwichtigste Raumfür Sie?
Der Multifunktionale – der Fantasie-,
Traum- und Wachraum.
Welche drei Eigenschaften sollte ein
Raum unbedingt haben?

Grenzenlosigkeit, Szenentauglichkeit
und Palaverkapazität.

.
Welche Raumveränderung erscheint
Ihnen am einschneidendsten?

Von der Höhle in den Keller, vom Nest
ins Schlafzimmer, vom schützenden
Baum ins WC.

raum_farbe_farbkombinationen_page_3448
Wann kann es angebracht sein, Farben mal
ein bisschen lauter zu stellen?

Axel Venn:Wenn es darumgeht, reines, bläuliches
Weiß zu verhindern, wie wir es aus OPSälen,
Küchen und Behördenräumen kennen.
Umso mehr, als solches Weiß nicht in Würde
altert, sondern rasch schmutzig wirkt.

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Interview Reiner Oschmann und Axel Venn zum Download:

Das ganze Interview als PDF

Axel Venn im Artikel “Bunt ist in” in der Heimtextil

Rubrik: Farbgestaltung, In der Presse

[Auszug, Artikel von Bettina McDowell]
Interior Designer greifen wieder öfter in den Farbtopf
12.05.2010 – Über die Jahrhunderte hinweg haben sich zahlreiche Gelehrte mit dem Thema ‚Farbe’ beschäftigt. Darunter Leonardo da Vinci, dessen Farbenlehre noch vom unmittelbaren Sehen ausging, Isaac Newton, dem die Zerlegung des Lichts mit Hilfe eines Prismas gelang, und Johann Wolfgang von Goethe, der die Grundlagen der Farbpsychologie schuf.

Einen weiteren Ansatz verfolgt Designer Axel Venn. In seinem ‚Farbwörterbuch’, das seit Februar erhältlich ist, geht es um Farbe als Instrument des Ausdrucks. Mit Hilfe von 49 Probanden, die Stimmungsbilder anfertigten, übersetzte Venn 360 Adjektive wie ‚teuer’, ‚lieblich’ oder ‚paradiesisch’ in die Metasprache ‚Farbe’. Entstanden ist ein komplexes Nachschlagewerk für Designer, Gestalter und Innenarchitekten.

Doch abgesehen von den unterschiedlichen Herangehensweise, ist das Thema auch von einem ganz anderen Gesichtspunkt aus äußerst umfangreich. Denn acht bis zehn Millionen Nuancen stehen dem Menschen – unter anderem für die Gestaltung seines Wohnumfelds – zur Verfügung. Allerdings nutzt er oft nur einen kleinen Bruchteil dieser Palette.

Die Anzahl derer, die, wie Venn es ausdrückt, Angst vor Buntheit haben, verringert sich jedoch zusehends.
…Lesen Sie den ganzen Artikel mit Bebilderung HIER

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