Luxus ist doch kein Verbrechen - Artikel in mein schönes Zuhause³

Rubrik: Axel Venn, In der Presse

mszh_1201_luxus-venn_150 Luxus gestern, Luxus heute – Luxus überhaupt? Auch
bei diesem Thema wird Axel Venn (67), international
geschätzter Professor für Farbgestaltung und Trendforschung, deutlich.
Etwa so: „Da Luxus immer mit Macht
zu tun hat, ist er in erster Linie ein männliches Thema.“
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weiß/schwarz - dezember 2011

Rubrik: Axel Venn

schwarz_weiss_2

Auszug aus:
Das Farbwörterbuch

die vorliebe für weiß
frisst sich in die gesellschaft
wie jene für champagner knabberzeug
austern und mokante lächeleien

das mittun kostet überwindung
denn unbezahltes grinsen
akzeptieren weder schnorrer
noch deren gönner

also fressen wir weiterhin ihren quark und
saufen ihre wichtigtuerischen schlürfereien
und warten drauf, dass ihre bude
so schwarz wie ihre baldige demenz sein wird

Anthrazit als Täuschungsmanöver, Interview mit Axel Venn

Rubrik: Farbgestaltung, In der Presse

baumeister_titel_150Architekten tragen viel Schwarz und reagieren allergisch auf Farborgien - aber warum eigentlich?
Ein Expertengespräch mit Farbforscher Axel Venn über die Wirkung von Farben und die Frage, ab
wann Schwarz und Weiß in der Architektur problematisch werden.

Herr Venn, in der Architektur sind Schwarz und Weiß populär. Zurecht?

Nicht unbedingt. Es sind keine Farben, mit denen man sich umgeben sollte. Sie sind eigentlich farbentleert. Weiß ist die Summe aller Farbigkeiten in der additiven Farbmischung, in der subtraktiven Farbmischung ist es Schwarz.

Aber es macht doch einen Unterschied, ob ich eine Vase ansehe, Kleidung oder eben ein Haus?

Natürlich hat die Dimension mit der Wirkung einer Farbe viel zu tun. Ein schwarzes Kleid kann sehr angenehm wirken, aber sobald ich Schwarz und Weiß großflächig nutze, wird beides substanzlos; die Farben gerinnen zu einer Nichtstellungnahme. Es kommt immer darauf an, ob ich eine Farbe als Akzent verwende oder als etwas Vollflächiges. Schwarze oder weiße Bilderrahmen sind wunderbar, damit fokussiert man den Blick…

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Artikel aus: BAUMEISTER - Das Architekturmagazin - Dezember 11
Das Gespräch führte Julia Schreiter

In & Out (Farben, Gespräche, Sehnsüchte, Befürchtungen) Dezember 2011

Rubrik: In & Out, Zukunft und Trends

-- IN OUT MEGAOUT
FARBEN rot: vom Weinen
grün: vom Frieren
die leichten pastelligen die blauen unerwünschten
GESPRÄCHE die man nicht führen sollte die man vermißt die geistreichen, die geschwätzigen
SEHNSÜCHTE jene mit Realbezug die träumerischen mit Schönbezug jene mit Erfüllbarkeitsbezug
BEFÜRCHTUNGEN die allerschlimmsten die wahrscheinlichsten die naheliegensten