Mehr Komfort in der dritten Generation - Axel Venn im Gespräch mit “Impulse” Brillux

Rubrik: Zukunft und Trends

brillux_impulse_axel_venn150 »Die Älteren leben nicht mehr für ihre Kinder
und Enkel – sie gönnen sich selbst etwas!«
Farbexperte Prof. Axel Venn über das Wohnen in einer neuen Lebensphase

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann beginnt auch für die Eltern eine neue Lebensphase, die viele Veränderungen mit sich bringt. Insbesondere gilt dies für das Wohnumfeld, wie der Farb-, Trend- und Ästhetikexperte Axel Venn aus Berlin im Gespräch mit der MarktImpulse betont. Wo einst die Einrichtung in erster Linie den Kindern gerecht werden sollte, treten nun die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund. Und das geht nicht selten mit einer Rundum-Renovierung einher.

Lange Jahre, so erinnert sich Axel Venn auch an das eigene Familienleben, ist das Wohnen auf Expansion ausgerichtet: Kinder brauchen Platz; darum ziehen viele Familien raus an den Stadtrand, wo dieser Platz bezahlbar und vorhanden ist – vom eigenen Garten bis zum Bolzplatz um die Ecke.

-Kurze Wege statt großer Wohnung.
Im Alter jedoch ändern sich diese Bedürfnisse: »Wir brauchen weniger Platz; die Phase des expansiven Wohnens ist beendet«, so Axel Venn. Stattdessen schätzten viele Ältere die Vorteile kurzer Wege und eines geballten Angebotes auf engem Raum.

»Die Menschen haben eine tiefe Sehnsucht, nicht mehr zu unterhalten, sondern unterhalten zu werden! Darum legen sie Wert auf das bessere Angebot in der Stadt mit
Kultur vor der Tür, dem Arzt um die Ecke und der Einkaufsstraße nebenan. Denn das macht das Leben leichter!« Allerdings beobachtet Axel Venn diesen Trend mit großer Sorge: »Hier findet seit Jahren eine mikroskopische Völkerwanderung statt – jung raus, alt rein. In der Folge überaltern die Städte völlig!« Unabhängig davon beobachtet der Berliner Farbexperte schon heute, dass viele ältere Menschen nicht mehr in dem Maße wie frühere Generationen die Nähe zu ihren Kindern und Enkeln suchen. »Die heutigen Alten denken viel mehr an sich. Sie sind egoistisch und äußerst genussfreudig! Sie sind spaßorientiert und schätzen die Individualität! Statt
das Geld für den Enkel auf die hohe Kante zu legen, gönnen sie sich lieber selbst etwas!« Ein Bereich, für den in dieser neuen Lebensphase besonders gerne Geld investiert werde, sei das Wohnumfeld, »Anders als früher bleiben die Älteren heute nicht stehen! Sie schauen durchaus auch nach den Lebensmodellen Jüngerer – und
adaptieren vieles!« »Irgendwann will man mehr Komfort«
….
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PDF Marktimpulse - Axel Venn

Rezension zum Farbwörterbuch

Rubrik: Farbsemantik

Ausdrucksstark und praktisch – Das Farbwörterbuch
Neues umfassendes Nachschlagewerk und Arbeitshandbuch für Gestalter

Von Birgit S. Bauer

Designer und Architekten greifen oft auf das übliche Weiß, Schwarz und Grau zurück. Ein Grund dafür ist unter anderem die Schwierigkeit, gute Argumente für Farbstrategien zu formulieren. Argumente, die auch die Emotionen abbilden, die für die eigenen Kunden verständlich und lebendig sind. Auch Innenraumgestalter und Maler machen immer wieder aufs Neue die Erfahrung, dass es für den Gebrauch von Farben leider nur wenige Generalrezepte gibt, sondern im Gegenteil: Die sorgfältige Auswahl der Farbigkeit folgt in jedem Projekt eigenen Regeln. Die Diskussion über Farbe im Entwurf müsste also viel differenzierter und individueller geführt werden als bisher. Und genau an diesem Punkt greift Das Farbwörterbuch. Die Farbigkeit der Begriffe von Axel Venn.
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mysteriöses schimmern - Farbgedicht April 2010

Rubrik: Farbgedichte, Farbsemantik

farbharmonie
drei_farben

das interferenz-geschiebe
lässt farben hüpfen
das knallrot gefärbte
grünlich kleckert

die sicht des visionärs
grenzenlos traumatisiert
und mysteriöses schimmern
nebelkerzengleich verteilt

und uns die zukunft malt
dass missverständliches
zum alltagsgeschäft
der seherneuerer gehört

In & Out (Farbe, Lifestyle, Freizeit, Kultur) April 2010

Rubrik: In & Out, Zukunft und Trends

-- IN OUT MEGAOUT
FARBEN Dottergelb bis Indisch-Gelb die Farblosen: harmlos, wirkungslos Techno-Schwarz
LIFESTYLE Durch Traum- und virtuelle Welten wandern Sich nicht der Realität zu beugen Sich der Wahrheit verpflichtet fühlen
FREIZEIT Kurzurlaube, Verwandtenbesuche, Kindergeburtstage Koch-Shows sehen Promis und Karneval-Umzüge gucken Eistanzen, Bodenturnen, Pakete versenden
KULTUR Spaßmacher-Ernst, Spaßorientierung Genussorientierung, Sonntagsbraten Orientierungslosigkeit, Diven